Durchfeuchtung

Die Durchfeuchtung ist neben der Versottung und Verpechung ein häufiges Problem am Abluftsystem von Heizanlagen. Durchfeuchtung entsteht durch das Eindringen von Feuchtigkeit ins Mauerwerk und gilt als eine Vorstufe der Versottung.

Ursachen

Die Durchfeuchtung von Schornsteinen kann zwei wesentliche Ursachen haben.

Bei der Durchfeuchtung von Außen dringen Regen und Luftfeuchtigkeit am ungeschützten oder älteren Schornstein in die Bausubstanz ein. Fröste beschleunigen die Beschädigung. Ähnlich wie bei einer Asphaltstraße bricht das eindringende und anschließend gefrierende Wasser Risse ins Gemäuer. Durch diese Zwischenräume dringt wieder Wasser ein und so weiter und so fort. Der Prozess vollzieht sich langsam über viele Jahre. Ist der Schaden eingetreten, muss der Schornstein in der Regel saniert werden. Dabei werden die „Wasserstraßen“ entfernt und versiegelt.

 

Gleichzeitig kann eine Durchfeuchtung von Innen durch Verbrennungsgase erfolgen, die von Natur aus Wasserdampf enthalten (verstärkt bei der Verbrennung von feuchtem Holz). Der Wasserdampf kühlt sich beim Aufstieg durch den Schornstein ab. Sind Kamin und Heizung gut aufeinander abgestimmt, erreichen die Abgase erst nach dem Verlassen des Schlotes den Taupunkt. Ist dies nicht der Fall, kondensiert der Wasserdampf zu früh und schlägt sich an den Wänden des Kamins nieder. Grund hierfür kann ein schlechter Kaminzug, beispielsweise weil der Schornstein, einen zu großen Querschnitt hat, schlecht gedämmt ist oder eine ungünstig (z.B. an einer kalten Außenwand) gelegen ist.

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